Sharp R-120DW Manuale Utente Pagina 43

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1 Alzheimersche Krankheit
19
diesen Versuchen keine erkennbaren Anomalien, weshalb die Annahme gestärkt
wird, dass eine anti-BACE-Therapie ohne nennenswerte Nebenwirkungen ablaufen
könnte. Eine neuere Studie beschreibt allerdings Verhaltensstörungen von BACE
knock-out Mäusen.
[75]
Welche konkreten Auswirkungen dies für eine mögliche
Therapie haben könnte, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.
Einfache high-throughput fluorescence-based peptidhydrolysis assays konnten für
die Identifizierung erster Leitstrukturen genutzt werden, ohne dabei aber den
genauen Mechanismus der Inhibition zu kennen.
[76,77]
Enorme Fortschritte machte das BACE-Inhibitor-Design durch Arbeiten von Tang
(Oklahoma Medical Research Foundation) und Gosh (Universität von Illinois), die
eine substratbasierte Strategie wählten. Ausgehend von der bevorzugten
Spaltungssequenz der schwedischen Mutante von APP ersetzten sie die zentralen
P
1
/P
1
’-Reste durch ein nicht-hydrolisierbares „Homostatin Isoster“. Weitere
Veränderungen an beiden Seiten des Homostatin-Kerns führten letztendlich zur
Entwicklung von Penta- bzw. Hexapeptid-Inhibitoren und OM99-2 (7) mit K
i
–Werten
von 36 bzw. 1.6 nM (Abb. 1.10). Die hohe Affinität von OM99-2 zu BACE1
ermöglichte die erste erfolgreiche Kristallisation und Röntgenstrukturanalyse (PDB:
1FKN, Abb. 1.11),
[78,79]
was wiederum strukturbasierende Modifikationen vorantrieb.
Resultat dieser Entwicklungen waren u.a. die Synthese des hoch potenten BACE-
Inhibitors OM00-3 (8, K
i
= 0.31 nM) sowie die Kenntnis bevorzugter Interaktionen von
einzelnen Bereichen des aktiven Zentrums.
OM99-2 und OM00-3 besitzen beide ein Hydroxyethylen-Zentrum, welches über vier
Wasserstoffbrückenbindungen an die katalytisch wirksamen Asparaginsäuren von
BACE koordiniert. Aminosäurereste an der P
4
-Stelle interagieren möglicherweise mit
Arg
235
und Arg
307
des aktiven Zentrums, während die Seitenketten von Leu oder Val
für die schmale hydrophobe S
3
-Tasche geeignet erscheinen. Der BACE1-S
2
-Bereich
besteht aus einer hydrophilen pocket, welche vorzugsweise durch die Reste der AS
Asp, Asn oder Met erfüllt wird. Eine der Positionen mit der wenigsten Variabilität ist
die S
1
-Stelle des Enzyms. Nahezu alle bekannten Inhibitoren besitzen dort einen
Leu-Rest, lediglich Phe- oder Met-Seitenketten tauchen als Alternative auf.
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